Annahme von Kleiderspenden am 18. September 2017

Am 18. September ist die DRK Kleiderkammer in der Ludwig-Meyn Str.1 in Uetersen von 18.00 bis 20.00 Uhr geöffnet. In dieser Zeit möchten wir besonders Berufstätigen die Möglichkeit geben, gut erhaltene, tragbare Kleidung, Schuhe und Wäsche abzugeben. “Transportbehälter” Taschen, Körbe usw. werden vom Team gerne ausgepackt und Ihnen sofort zurückgegeben.

Tag der offenen Tür für jedermann

Am 15.07.2017 lädt die Kleiderkammer des DRK Uetersen in der Ludwig-Meyn-Str. 1 zum Tag der offenen Tür von 10.00 h bis 15.30 h ein. An diesem Tag möchten wir Sie über unsere Arbeit informieren, Ihre Fragen beantworten und unsere Räumlichkeiten präsentieren. Wir nehmen dann auch Kleider-spenden an und geben Kleidung ab.

Die Welt ein Stückchen sicherer machen – oder Hospitationen, Lernstress und Prüfungsangst

„Also ich weiß gar nicht, wo meine Warnweste ist, und meinen Verbandkasten hab ich seit acht Jahren nicht angefasst“ Nicht die Antwort, die man von einem langjährigen DRK-Sanitäter erwartet. Spätestens bei der Aussage, dass er beim Auffinden einer bewusstlosen Person als erstes ein Selfie mit ihr machen würde, weiß man, dass hier etwas nicht ganz normal ist.

Ein Lehrgangsraum in Neumünster, zwölf Rotkreuzler aus ganz Schleswig-Holstein, eine Prüfungskommission und zwei Erste-Hilfe-Kurse nacheinander. Wir befinden uns mitten im Prüfungswochenende des Erste-Hilfe-Ausbilder-Lehrgangs, an dem auch zwei Uetersener Sanitäterinnen teilgenommen haben. Acht spannende Wochen liegen hinter uns allen.

Mitte April fing Alles in genau dem gleichen Raum in Neumünster an. Da kannten wir uns noch nicht, waren uns nicht ganz sicher, was uns erwartet, und haben einfach gehofft, dass das Ganze am Schluss mit einer bestandenen Prüfung endet. Fünf Tage lang wurde die Grundlage für unsere spätere Ausbildertätigkeit geschaffen. Nicht nur der fachliche Inhalt wurde besprochen und verinnerlicht, sondern auch Besonderheiten in der Erwachsenenbildung, der Einsatz verschiedener Medien und vieles mehr. Die anfängliche Unsicherheit fiel schnell ab, wir lernten uns besser kennen und realisierten, für was für eine tolle Ausbildung wir uns entschieden hatten. Schließlich hofft doch jeder Mensch, dass einem in Notsituationen schnell und kompetent geholfen wird. Und gut ausgebildete Ersthelfer sind genau die richtige Lösung dafür.

In den sechs Wochen bis zum nächsten Treffen lernten wir diese Ersthelfer kennen. Mit dem Vordruck für ein ausführliches Protokoll, Stift und dem frisch kennengelernten Wissen bewaffnet saß jeder von uns in Erste-Hilfe-Kursen seines jeweiligen Kreisverbandes und hat den Ausbildern über die Schulter geguckt. Schließlich wurden die ersten Lehrgangsteile selbst präsentiert und hinterher mit dem erfahrenen Ausbilder besprochen.

Bis zum nächsten Lehrgangsblock im Juni haben wir neben Studium und Ausbildung zudem immer wieder gelernt und nach und nach ein Konzept für unseren eigenen Kurs ausgearbeitet. Und schließlich trafen wir uns eine Woche vor der Prüfung alle wieder und haben unsere Erfahrungen der letzten Wochen ausgetauscht. Wir alle hatten noch einmal die Chance, einen Teil eines Erste-Hilfe-Kurses zu halten und uns Feedback von den anderen zu holen.

Man kann also nicht sagen, dass wir nicht gut vorbereitet sind, aber als wir eine Woche später wieder in Neumünster eintreffen, ist doch eine gewisse Panik zu spüren. Die schriftliche Prüfung haben wir nach 60 Minuten hinter uns und wir können das erste Mal durchatmen. Nun folgt die etwas absurde Situation, dass erfahrene Rotkreuzler einen Erste-Hilfe-Kurs darstellen. Aber so kann jeder von uns Prüflingen einen zugelosten Lehrgangsblock halten und so seine Lehrprobe absolvieren. Sonntagnachmittag ist dann Alles geschafft. Punkte wurden gezählt, zusammengerechnet und in Noten umgewandelt, die Lehrproben wurden ganz genau beobachtet, besprochen und das Ergebnis den Prüflingen mitgeteilt. Unter lautem Applaus erhalten alle erfolgreichen Anwärter ihre Urkunden und dürfen sich ab jetzt Erste-Hilfe-Ausbilder nennen.

Bevor alle wieder Richtung Zuhause aufbrechen, wird bei einem großen Umarmungsgemenge deutlich, dass wir uns inzwischen doch sehr gut kennengelernt haben.

Glücklich und ziemlich stolz geht es dann zurück in die Heimat. Nach diesen acht Wochen sind wir dankbar für unseren Kreisverband und unsere Bereitschaft, die uns die Ausbildung ermöglicht und dazu motiviert haben, für die Ausbilder im Kreis, die uns haben hospitieren lassen und bei Fragen immer für uns da waren, für unsere Ausbilderin, die voll hinter uns stand und jedes noch so triste Thema interessant gemacht hat, und natürlich für unseren ganzen Lehrgang, der uns bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Willst auch Du Lebensretter sein? Komm zu uns und nimm an einem Erste Hilfe kurs teil, oder werde selbst Ausbilder!

Kursübersicht: https://www.drk-kreis-pinneberg.de/angebote/unser-kursangebot/erste-hilfe.html

Oder besuche uns einfach an einem Dienstabend der Bereitschaft – jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat von 20:00 bis 22:00 Uhr.