Fahrzeuge

Auf dem Hof des Albert-Schweitzer Hauses mit Zufahrt vom J.-H.-Fehrs-Weg steht unsere Fahrzeughalle mit Lager. Der Umbau mit Abriss der alten Garage erfolgte 2011/2012 in Eigenleistung durch die Bereitschaft. Dort werden unsere Fahrzeuge eingestellt und Material gelagert.

Notfall-KTW RK-PI 36/90/01

Kennzeichen: PI-KX 736
Erstzulassung: 8/2011
Fahrzeug: Mercedes Sprinter 315 CDI, 110 kW, Aufbau Binz

Unseren neuesten Wagen haben wir im Februar 2012 vom Kreis Pinneberg überstellt bekommen. Es handelt sich um einen Notfall-KTW mit 2 Tragen. Der Wagen hat eine Gesamtmasse von über 3,5 t, wodurch wir in Uetersen erstmalig mit der Führerscheinproblematik in Berührung kommen.

4-Tragen-KTW RK-PI 36/92/01

Kennzeichen: PI-8830
Erstzulassung: 01.12.2004
Fahrzeug: VW LT 35 TDI 80 kW, Aufbau WAS

Dieses Fahrzeug wurde dem DRK vom Kreis Pinneberg zur Verfügung gestellt. Es dient uns vor allem für Einsätze der Schnell-Einsatzgruppe (SEG) sowie für Katastrophenschutzeinsätze und Sanitätsdienste.

MTW RK-PI 36/18/01

VW-Bus 2015Kennzeichen: PI-LL 567
Erstzulassung: 20.10.1993
Fahrzeug: VW T4 Diesel, 57 kW, Individualausbau

Dieses Fahrzeug ist variabel ausgestattet: Es bietet uns eine eingebaute Krankentrage und 6 Sitzplätze. Umgebaut zum Mannsch aftstransportwagen ohne Trage bietet er Platz für 8 Personen.

Anhänger

Kennzeichen: PI-HE 92
Fahrzeug: Westfalia
Baujahr: 1962
Nutzlast: 0,8 t

Der einachsige „K-Anhänger“ mit festem Deckel und Austauschkupplung wurde für den Aufbau des Katastrophenschutzes in den Sechzigern angeschafft und 1980 mit einer Grundausstattung aus Klapptragen und Sanitätskisten von Quickborn nach Uetersen überstellt, ohne dass hier überhaupt ein Zugfahrzeug vorhanden war. Er dürfte heute kreisweit das älteste noch im Alltagsdienst befindliche Einsatzfahrzeug des DRK sein und wird zum Transport von Zelten und sperrigem Gerät genutzt.

Kommunikation / BOS-Funk

Die Fahrzeuge sind mit fest eingebauten 4-Meter-Funkgeräten mit FMS-Hörern ausgerüstet. über die Zifferntastatur können in der Kommunikation mit der Leitstelle Statusmeldungen und Kürzel übermittelt werden, sodass der eigentliche Sprechfunk mittlerweile auf ein Minimum reduziert wurde. Ausserdem sind die Fahrzeugbesatzungen im Einsatz über ein zugeordnetes Handy erreichbar.

Für den mobilen Einsatz stehen uns drei Handfunkgeräte im 2-Meter-Band zur Verfügung. Diese Geräte von der Firma Motorola wurden 2006 angeschafft und haben zusätzlich noch ein Handbedienteil. Ein viertes Gerät der Marke Kenwood ist im KTW 36/85/1 verbaut.

Seit Februar 2009 verfügt auch die Bereitschaft Uetersen über 12 digitale Funkmeldeempfänger (“Pieper”) mit Textanzeige. Im Vergleich zur früheren analogen Technik hat die Leitstelle erweiterte Möglichkeiten einer differenzierten Alarmierung: Theoretisch ist eine Alarmierung vom einzelnen Helfer über Bereitschaft, verschiedene SEG-Schleifen bis zum Katastrophen-Vollalarm möglich.

Fahrzeugausrüstung

Die KTWs sind standardmäßig mit Sauerstoffanlage, Schaufeltrage, Vakuummatratze sowie dem klassischen eingebauten und mobilen (Rucksäcke) Notfall- und Behandlungsmaterial ausgestattet. Alle Fahrzeuge verfügen außerdem über eine Standheizung.


Geht es im Katastrophenfall um den schnellen Abtransport möglichst vieler Verletzter, so steht bei SEG-Einsätzen oder Sanitätswachen mehr die individuelle und komfortable Betreuung von Patienten im Vordergrund. Daher können beide KTWs sowohl mit mehreren DIN-Tragen als auch mit einer Fahrtrage betrieben werden. Auch die Ausstattung können wir bei Bedarf erweitern, z.B. mit Defibrillatoren, Akku-Absaugpumpe, Spineboard oder Rettungskorsett. Der 36/85/1 ist in der Halle ans Stromnetz angeschlossen.

Der Hilfs-KTW verfügt ebenfalls fast über die komplette Standardausrüstung, jedoch ohne Schränke und Einbauten. Nach Erhalt des zweiten KTWs wird er hauptsächlich als MTW oder zu Logistikzwecken eingesetzt.


Leichtes Gepäck für den Feldeinsatz: Für die Arbeit abseits vom Fahrzeug wird standardmäßig ein zweckmäßig gepackter Rucksack mitgeführt. Beatmungsbeutel und Zubehör, kleine Diagnostikgeräte, Infusionsbesteck sowie zwei identische Modultaschen mit gängigem Verband- und Kühlmaterial reichen für die Regelbehandlung aus. Weitere Ausstattung wird ggf. von einem zweiten Helfer vom Wagen gebracht. Dadurch bleibt der Rucksack mit rund 7 kg leicht und ist auch überlängere Zeit, z.B. während eines Festumzuges, gut zu tragen. Jeder Schüler der 5. Klasse schleppt heute das doppelte Gewicht zur Schule.