Blutspende

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Helfer gesucht

Für die Cafeteria werden noch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer gesucht. Wer Zeit hat kann sich bei Astrid Kup (0163-1758388) melden.

“O′ zapft is!” heißt es fünfmal im Jahr im Albert-Schweitzer-Haus. An jeweils zwei Tagen hintereinander gurgelt hier kostbarer Lebenssaft durch die Schläuche. An diesen Tagen können Sie zwischen 16:00 und 19:30 Uhr bis zu 80 unauffällige Lebensretter bei uns Schlange stehen sehen oder besser noch, Sie stellen sich einfach mal selbst mit an. Die nächste Möglichkeit finden Sie im Terminkalender.

Ohne unsere regelmäßigen Blutspender würde das Gesundheitssystem der Bundesrepublik innerhalb weniger Tage zusammenbrechen. Denn Blut ist nicht künstlich herzustellen. Einige Bestandteile sind nicht lagerfähig, daher wird es täglich in riesigen Mengen benötigt. Bereits die Ferienzeiten können durch Abwesenheit der Stammspender schon zu Engpässen führen, obwohl alle deutschen Blutspendedienste zusammenarbeiten und bei Bedarf auch mit dem Ausland ausgetauscht wird.

Blutspenden kann jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 65 Jahren. Frauen dürfen bis zu vier Mal in Jahr spenden, Männer sogar fünf. Abgezapft wird etwa ein halber Liter; zuvor wird mit einem kleinen Pieks der Eisenwert ermittelt und die Spendefähigkeit geprüft. Mit dem Tüv-Stempel vom Doc versehen geht es dann auf die Liege, wahlweise rechts oder links. Auch der Einstich ist nicht der Rede wert, wobei zumindest die Männer unter den geschickten Händen der Damen vom Blutspendedienst Nord es ohnehin nicht zugeben würden, wenn es anders wäre.

Die Blutentnahme dauert etwa zehn Minuten, und nach einer weiteren Ruhezeit dieser Länge geht es dann ans Buffett. Jede Blutspende wird anschließend im Labor untersucht, die Blutgruppe bestimmt und auf diverse Krankheitserreger geprüft. Bei ungewöhnlichen Werten erhält der Spender Nachricht. Nach dem dritten Aderlass im Jahr erhält der Spender außerdem einen Bericht über seine Blutwerte – einen kostenlosen Gesundheitscheck.

Für die Stammspender ist dieser Vorgang eine Selbstverständlichkeit, über die man nicht redet. Die von unserem Küchenteam dekorativ angerichteten Schnittchen sind eine kleine Entschädigung für eine ungeheuer wichtige freiwillige Leistung.