Mitmachen?

Menschen, ganz besonders junge, die ihre Freizeit uneigennützig für andere einsetzen, sind in unserer zunehmend virtuellen Spaß-und-Geld-Gesellschaft etwas Besonderes geworden. Sie brauchen den Zusammenhalt und die Wahrnehmung ihres Engagements in einer Gruppe gleichgesinnter Exoten.

In einer kleinen Gruppe müssen wir einfach zueinander passen, damit wir reibungslos arbeiten können. Wir sind offen und interessiert, nehmen aber nicht unbedingt jeden. In einer Anwartschaftszeit von einem halben Jahr beschnuppert man sich gegenseitig und die Gruppe entscheidet dann über eine Aufnahme. Beim Eintritt vom JRK oder SSD kann die Probezeit verkürzt werden. Aktive Helfer der Bereitschaft zahlen im Verein keinen Mitgliedsbeitrag.

Was passt?

Laut gültiger Ordnung dürfen sich uns zwar Jugendliche ab 14 Jahren anschließen, wir können sie jedoch vor Vollendung des 16. Lebensjahres weder endgültig aufnehmen, fachlich ausbilden noch befriedigend einsetzen. Das hängt mit der Verantwortung zusammen, die unsere Aufgaben mit sich bringen. Generell müssen wir natürlich unter 18 das Jugendschutzgesetz (z.B. Einsatzzeiten) beachten. Daher ist auch eine Mitwirkung im Katastrophenschutz erst mit Volljährigkeit möglich.

Als Interessent solltest du am besten zwischen 16 und etwa 50 Jahren alt sein, im Kreis Pinneberg wohnen und (ab 18) möglichst einen Führerschein besitzen. Die Bereitschaft, an Wochenenden auch mal ganze Tage zu opfern, setzen wir voraus. Du solltest mit Menschen umgehen können, offen, rücksichtsvoll und hilfsbereit sein sowie umsichtig und verantwortungsvoll handeln. Da wir fast immer in Kleinstteams arbeiten, ist Zuverlässigkeit für uns sehr wichtig. Als Helfer am Menschen legen wir wert auf ein beanstandungsfreies Verhalten in der Öffentlichkeit, wozu auch ein zumutbares Äußeres gehört. Wir schätzen die Ruhigen, die auch in schwierigen Situationen besonnen handeln anstatt zu brüllen. Und natürlich ist auch ein bisschen körperliche Fitness notwendig, denn wir arbeiten manchmal auf Knien oder müssen auch mal zu zweit eine Trage anheben. Das Fachliche bringen wir dir in Lehrgängen bei.

Was passt nicht?

Personen, die sich über Kleidung, Uniformen, Abzeichen oder Dienstränge definieren. Auch wenn manchmal etwas mehr Disziplin durchaus wünschenswert wäre – Strammstehen, Befehl und Gehorsam passen nicht in unser Bild. Geld verdienen kann man bei uns ebenfalls nicht. Wer heiß auf Blaulichtfahrten ist oder auf spektakuläre Einsätze mit Fotos fürs Internet hofft, ist bei uns ebenso falsch wie jemand, der die Bereitschaft als Rettungsdienst sieht. Qualifizierte Rettungskräfte nehmen wir gern, aber nur, wenn sie sich nicht zu schade für den kleinen Alltagssanitätsdienst sind. Wenn du dir Öffentlichkeitswirksamkeit und Anerkennung erhoffst, wirst du enttäuscht werden. Hast du bereits eine Aufgabe in einer Feuerwehr o.ä. übernommen, kommt es nach unseren Erfahrungen in der Praxis stets zu Interessenkonflikten. Und nicht zuletzt ist unsere Toleranz gegenüber Alkohol, Drogen oder Vergehen sehr gering.

Und nun?

Wenn du auch so ein Exot bist, dann nimm einfach Kontakt mit uns auf. Ruf an, schreib uns eine Mail oder schau einfach unverbindlich mal an einem Dienstabend vorbei.